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Performance März 2013 und Hedging mit Units

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Auch wenn es dieses Jahr im März keinen geologischen Frühlingsanfang gab – so gab es diesen doch im übertragenen Sinne in unseren Portfolios. Die STRATIGA_alpha Performance lag mit +1,20% im erwarteten Bereich. Gut hat sich auch das STRATIGA_gamma Programm geschlagen. Durch die sog. „Tactical Asset Allocation“ waren wir breit diversifiziert und konnten ein Plus von 1,59 % verbuchen.

Unsere Hauptstrategie STRATIGA_CTA war mit einem Plus von exakt 4% überaus erfolgreich. Dazu beigetragen hat das richtige Timing beim Positionsaufbau während der kurzen Volaspikes und der anschließenden Beruhigung der Märkte.
Aufgrund der gehäuften negativen Nachrichtenlage ( Arbeitslosenzahlen, Geldmenge – aber auch dem sich verschärfenden Koreakonflikt ) bauen wir derzeit verstärkt Hedge Positionen im Russell 2000 auf und werden daher voraussichtlich  im April eine geringere Performance erzielen.

Dazu verwenden wir OTM Puts mit geringem Delta und fast keinem Gamma / Vega. Diese Puts sind außerordentlich billig und gewinnen stark an Wert im Falle eines Crashes – die Market Maker in den USA nennen diese „Units“.
Die Eigenschaften dieser „Units“  zeigen sich vor allem durch die NICHT mit konventionellen Optionspreismodellen wie Black-Scholes, Yates oder Cox/Ross/Rubinstein  (richtig) berechenbaren Griechen.
Diese Units haben Deltas von unter 5 und wenig bzw. gar kein Gamma oder Vega.

Wie funktioniert die Absicherung mit diesen Units ?

Die meisten Optionsmodelle basieren auf gleichförmigen/stetigen Volatilitätssteigerungen. Dies ist aber im Fall eines Crashes nicht der Fall !
Wenn der Markt stark nachgibt passieren 2 Dinge :

1. die Optionen des nächsten Verfallmonats steigen stark im Wert – relativ gesehen mehr als die anderen Monate
2. Puts gewinnen weit mehr an Wert als die Modelle vorhersagen

Wenn man sich die Vola Kurve ( Skew ) in einer rapiden Abwärtsbewegung als eine Balken-Wippe vorstellt und ein gewichtiger Mensch auf eine Seite der Wippe springt. Was passiert ?

Je weiter der Abstand des Aufschlagpunktes von dem Gelenk ist, um so größer ist die Strecke / Bewegung auf der gegenüberliegenden Seite. Außerdem ist der entfernteste Punkt der Wippe – vom Gelenk aus betrachtet – am heftigsten bewegt worden.

So reagieren diese Puts in einer starken Abwärtsbewegung : in einer Panik kaufen alle Leute ATM Puts. Und die Trader die diese Puts geshortet hatten oder long im Markt waren kaufen etwas um ihre Positionen zu schützen. Diese Trader kaufen die sog. „Units“ und diese massive Nachfrage begründet einen leicht steigenden Preis derselben. Folglich steigt das Vega, dieses lässt das Delta steigen und dieses wiederum erhöht den Wert der „Units“ wenn die Märkte nachgeben. Dies Spiel setzt sich fort während die Märkte fallen…. Trader kaufen weiter „Units“ um sich zu schützen, das lässt die Nachfrage steigen, der Preis steift, damit das Vega und damit das Delta…  ein sich selbst nährender Schneeballeffekt.

Wir selber nutzen immer einen prozentualen Anteil dieser Put Units in unserem Depot als Absicherung für den „worst-case“. Je nach Marktlage investieren wir immer 5-20% der erhaltenen Prämien  in diese „Units“. Diese Art der Versicherung kostet uns Geld und Performance – lässt uns aber ruhig schlafen und verhindert einen Ruin im Falle eines „Black Swan“-Events. Der Wert in den „Units“ sollte genug sein, um im Falle eines 10% Dropdowns – verbunden mit einer ansteigenden impliziten Volatilität – das Portfolio kein Geld verliert und im Fall eines 20% Dropdowns sogar Geld verdient wird.

 

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